Die Verabschiebung

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Joachim Zelter ׀ Die Verabschiebung ׀ Roman
Stuttgart: Kröner, März 2021
168 Seiten
Halbleinen mit Lesebändchen
ISBN  978-3-520-75201-7
€ (D) 18,– / € (A) 18,50 / CHF 26,–

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Verlagsvorschau:

Eigentlich könnte alles gut sein zwischen Julia und Faizan. Seit einigen Wochen sind die beiden ein Liebespaar – wenn Faizan in diesem Land nur bleiben dürfte. Als Asylbewerber aus Pakistan sind seine Chancen auf ein Hierbleiben gleich null. Und so entschließt sich Julia, ihren Freund zu heiraten, obgleich sie eigentlich niemals und unter keinen Umständen jemals heiraten wollte. Doch wenn sie geglaubt hat, dass mit einer Ehe nun alles gut werde, dann hat sie sich geirrt.

Der Roman erzählt die Endlosigkeit und Aussichtslosigkeit eines Asylverfahrens in Deutschland, wo auch eine Ehe kein hinreichender Grund mehr für irgendetwas ist – schon gar nicht für ein Hier- oder Zusammensein. Der Roman beschreibt einen kafkaesk-kalten Kosmos akribischen Rechts, in dem die beteiligten Menschen – in einem endlosen Kraftakt – immer mehr an Autonomie und Substanz verlieren, bis kaum mehr etwas von ihnen übrig ist.

 

Auszug:

»Wäre Faizan an diesem Abend nicht so früh nach Hause gekommen, dann hätte man ihn gar nicht angetroffen. Indem er aber zuhause war, brannte Licht und man klingelte, mehrere Male – und er öffnete. Indem er die Tür öffnete, war er bereits verloren.«

 

Pressestimmen:

„Worte, die mit voller Wucht den Nerv treffen. Das kann weh tun. Und so kann das nur die Literatur.“
SWR 2

Die Verabschiebung ist ohne Frage seit langem Zelters bester und bewegendster Roman.“
literaturcafe.de

„Joachim Zelter versucht die Widersprüche der politischen Realität auszuloten, dort wo das im Begriff des Staates verborgene Abstrakte ins Konkrete des einzelnen Lebens eingelassen ist, wo schmerzlich klar wird, dass Worte an keine Wirklichkeit hinreichen, aber trotzdem umso größere Macht entfalten können.“
Die Rheinpfalz

„Ein aktueller und eindringlicher Roman, der die Flüchtlingspolitik als genau das aufzeigt, was sie ist: unmenschlich.“
monerl.de

Die Verabschiebung hat etwas hoffnungslos Realistisches. Wenn Sie also weiter in ihrer heilen Welt leben wollen, sollten Sie es besser nicht lesen. Allerdings verpassen Sie dann ein wirklich großartiges Buch.“
Aufklappen.Literaturkritik

„Der Kampf eines pakistanischen Flüchtlings und seiner deutschen Ehefrau um ihre gemeinsame Zukunft trägt dabei zunehmend kafkaeske Züge. Denn genauso wie es dem Helden der kurzen Kafka-Legende Vor dem Gesetz nicht gelingt, vorgelassen und gehört zu werden, können Faizan und Julia unternehmen, was immer sie wollen: Am Ende findet sich der Mann, mitten in der Nacht aus seinem Zuhause abgeholt und nur mit dem Nötigsten versehen, bewacht von zwei Beamten an Bord einer Boeing 747 wieder …“
literaturkritik.de

„Joachim Zelter schrieb aus tiefer Betroffenheit einen Roman, der zu tiefst betroffen macht.“
literaturblatt.ch

„Man wünschte sich, Die Verabschiebung wäre nur ein Roman.“
Wortspiele

„Hier sitzt jedes Wort.“
renies-lesetagebuch.blogspot.com

„Zelters Sprache ist knapp und von insistierender Genauigkeit. Er beobachtet, wie das Leben aus den Fugen gerät, Gesundheit, Finanzen, das soziale Umfeld; wie der Identitätsanspruch eines Wir sind skandierenden Teils der Bevölkerung kulminiert, wo polizeiliche Gewalt ohne Vorwarnung über Faizan hereinbricht und seine Abschiebung Julia hilflos zurücklässt in der Einsamkeit und Leere der kommenden Monate“.
Badische Zeitung

„Der Albtraum eines Asylverfahrens in allen unwürdigen bis kafkaesken Details.“
Südwest Presse

„Der Tübinger Autor Joachim Zelter erzählt in seinem brillanten Roman davon, welche Schicksale in dem Abgrund verschwinden, der zwischen Begriffen und Lebensrealitäten
klafft.“
Stuttgarter Zeitung

„Wie mit einer Kamera hält Zelter fest, wie ein Staat konsequent seine Gesetze durchsetzt.“
epd

„Ein grandioser Roman.“
Badisches Tagblatt

„JoachimZelters beklemmend schöner Roman rührt den Verstand und geht zu Herzen. Die Verabschiebung ist auch eine Liebesgeschichte unserer Zeit, in der nach Schein und Sein zwischenmenschlicher Beziehungen und politischer Werte gefragt wird.“
Südwest Presse Extra

„Das einzige, was ein Schriftsteller in einem solchen Fall tun kann, ist schreiben. Und je länger Joachim Zelter schrieb, desto mehr begriff er, was geschehen war. Er verfasste nicht ein politisches Pamphlet oder eine Dokumentation, sondern einen Roman, in
dem er die Ereignisse zur Kenntlichkeit zuspitzte.“
Südkurier

 

Interviews:


Lesungsmitschnitte:

 

 

 

 

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